POLITISCHES ARCHIV

Kropotkin – Das kollektivistische Lohnsystem

aus dem 1892 erschienenem „Die Eroberung des Brotes“ (1919 erstmals auf deutsch).

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REVOLUTIONÄRER SYNDIKALISMUS, TEIL2

Weiterführend zum Beitrag: http://oufront.blogsport.de/2007/04/23/revolutionaerer-syndikalismus/

III. Die C.G.T.

Wir haben gezeigt, dass die syndikale Organisation ihren Zusammenschluss in 3 Stufen erreicht. Die Basis des Aufbaues wird durch die einzelnen Syndikate, die zweite Stufe durch die Arbeitsbörsen, Lokal- oder Regional-Unionen einerseits und durch die national-korporativen Föderationen andrerseits gebildet. Die dritte Stufe oder besser die Spitze dieser Pyramide stellt die C.G.T. dar, La Confédération du Travail. Sie wurde, wie geschildert, 1895 auf dem Kongress von Limoges gegründet und durch Artikel I ihrer Statuten nach heftigen Debatten mit sehr starker Mehrheit als politisch neutral festgelegt. Ihre Organisation „scheint auf den ersten Anblick ziemlich kompliziert, ist aber tatsächlich so einfach wie möglich, da die Notwendigkeiten der Propaganda und des Kampfes als natürliches Ziel gegeben sind“ (16). (mehr…)

MEHR MUSIK

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euphrates (narcicyst & habillis) featuring rugged intellect – shalom alaikum (mehr…)

RUDOLF ROCKER BIO VIDEOS

Eine ganz okaye biographische Dokumentation zu Rudolf Rocker (geb. 1873, gest. 1958), die im Auftrag des Südwestfunks produziert wurde.
Sie beginnt mit den sozialdemokratischen Jahren in seiner Geburtsstadt Mainz, setzt einen Schwerpunkt auf den Einfluss innerhalb der jüdischen Arbeiterbewegung im Londoner East End, reißt die Zeit in Berlin mit den Gründungen der FAUD und IAA an und endet mit dem Wirken von New York aus während des Spanischen Bürgerkriegs und des weiteren Aufstiegs des Faschismus in Europa.
Eine Vorstellung seines theoretischen Werkes ist nicht Teil dieser Dokumentation.

Angucken: (mehr…)

REVOLUTIONÄRER SYNDIKALISMUS

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Anschließend an den Beitrag zur Internationalen Allianz der sozialen Demokratie möchte ich nicht viel sagen. Es ist nicht unbedingt notwendig die ganzen Streitereien auseinander zu nehmen. Aus heutiger Perspektive scheint mir wichtiger zu sein die Ideen Revue passieren zu lassen. Und hier speziell die, die durch die Dominanz der Strömungen, die sich um die konservativste Arbeiterklasse Europas – die deutsche – bemühten, meist untergingen.
Die Konflikte in der Internationale eskalierten letztlich wegen einer Organisationsfrage. Ein Teil wollte mehr Zentralismus, den Trend der Vergrößerung der Macht des Generalrates weiter ausbauen. Der andere Teil bestand auf die Autonomie der Landesföderationen. Die Zentralisten setzten sich auf einem Kongress durch, zusätzlich wurde der Parlamentarismus zur unerlässlichen Kampfpraxis der Arbeiterklasse erhoben und Bakunin und James Guillaume ausgeschlossen. In der Folge dieses Kongresses spaltete sich die gesamte Internationale. Die zentralistische besiegelte quasi ihr Ende auf ihrem nächsten Kongress, die Föderalisten gründeten eine eigene, die hauptsächlich aus Föderationen und Sektionen aus dem Jura, Belgien, Spanien und ferner Frankreich und Italien bestand. Aber auch sie schrumpfte bald zusammen. Ihre Ideen lebten einige Jahre später in Frankreich wieder auf und davon handelt der folgende Text – herausgerissene Kapitel aus unten genanntem Werk. Ein weiterer Teil und die Fußnoten werden folgen. (mehr…)

INTERNATIONALE ALLIANZ DER SOZIALEN DEMOKRATIE

Ein weiteres Kapitel aus Fritz Brupbacher’s „Marx und Bakunin“. Für genauere Angaben zum Buch siehe „Bakunin über Marx“ auf diesem Blog.

Dieses Kapitel enthält das Programm der Internationalen Allianz der sozialen Demokratie, das interessant ist, weil hier schon die Forderung nach der Abschaffung des Erbrechts formuliert wurde, wegen der es später Auseinandersetzungen in der Internationale gab. Vor allem aber wird im fünften Punkt des Programms etwas erwähnt, das die meisten Menschen heutzutage nicht wissen. Für gewöhnlich macht man den Unterschied zwischen „Anarchisten“ und „Marxisten“ darin aus, dass die ersten den Staat sofort zerstören wollen, während die anderen eine Übergangsphase vor der ersten Phase des Kommunismus anstreben. Aus dem Punkt fünf wird ersichtlich, dass auch bei Bakunin (und den anderen Mitgliedern der Allianz) eine Übergangsphase, in der ein „reduzierter“ Staat (der „kein Staat im eigentlichen Sinne“ mehr ist) bestehen hätte sollen, wie ihn Marx und Engels für die Übergangsphase, die Diktatur des Proletariats, beschreiben. (mehr…)

BAKUNIN ÜBER MARX

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Der Titel ist die Überschrift eines Kapitels in einem Werk von Fritz Brupbacher. Unter dem Titel „Marx und Bakunin. Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiter-Assoziation und zur Diskussion über antiautoritären und autoritären Kommunismus“ erschien diese Schrift 1922 im Verlag „Die Aktion“ von Franz Pfemfert. Aus dieser habe ich auch nachfolgende Abschrift. Davor erschien es 1913 in einem Münchner Verlag, Nachdrucke gab es in den späten 60ern und frühen 70ern im „Inst. f. Praxis u. Theorie d. Rätekommunismus“ und dem „Karin Kramer“ Verlag.

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Bakunin empfand für den Charakter von Marx nie eine große Sympathie; vor seiner Gelehrsamkeit und seinem Scharfblick hatte er Respekt; aber um Sympathie für einen Charakter zu haben, muss man in ihm eine höhrere Stufe seines eigenen Wesens sehen oder doch mit ihm eine gleichgerichtete Tendenz haben. Die Gefühlsantipathie Marx gegenüber ging bei Bakunin zurück bis in den Anfang ihrer Bekanntschaft und ist wohl schwer auf ihre allerletzten Elemente zu reduzieren. (mehr…)

DEMONTAGE DES NEO-RASSISMUS

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diesen text von angelika magiros bekam ich vor vielen jahren vom iz3w # ich dachte, ich hau den hier nochma raus # teil 2 kommt dann morgen oder so # muss ich mir überlegen wies am schlausten ist, damit ihr regelmaessig aufs blog klickt

buecher von magiros

Foucaults Beitrag zur Rassismustheorie. Mit einem Essay von James W. Bernauer: Jenseits von Leben und Tod. Zu Foucaults Ethik nach Auschwitz; Hamburg: Argument Verlag 1995

Kritik der Identität „Bio-Macht“ und „Dialektik der Aufklärung“ – Werkzeuge gegen Fremdenabwehr und (Neo-)Rassismus; Unrast Verlag 2004

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Seit einiger Zeit sind anti-rassistische Gruppierungen ebenso wie die wissenschaftliche Arbeit mit einer Art Modernisierung fremdenfeindlicher Ideologien konfrontiert: Immer häufiger trifft man auf rassistische Reden, die sich sozusagen auf den neuesten gesellschaftlichen Stand gebracht haben, ihren vormals zentralen Begriff der Rasse in den Hintergrund schieben und nun von der Kultur bzw. von der unaufhebbaren Differenz der Kulturen sprechen. Die rassismusanalytische Literatur hat dies als ‘Neo-Rassismus’, ‘Rassismus ohne Rassen’, ‘kulturalistischen’ oder ‘differentialistischen Rassismus’ definiert und von den alten, rein biologistischen Diskursen abgegrenzt.1 Im Rahmen unserer Reihe zu Rassismus und Rassismus-Theorien (iz3w 243-246, 249) soll die Vorstellung zweier sehr verschiedener Kritiken moderner Rationalität
als mögliche Werkzeuge für die Rassismustheorie – Foucaults ‘Bio-Macht’ und Horkheimer/Adornos ‘Dialektik der Aufklärung’–
zur Analyse und Demontage des Neo-Rassismus beitragen. Wir beginnen mit einer Überprüfung von Foucaults Thesen. Im nächsten Heft werden diese dann mit der Ideologiekritik von Horkheimer/Adorno zusammengeführt. (mehr…)

CASTORIADIS # 2 TEXTE

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erstma musste die musike anschmeissn

und dann musste dir das ma anguckn

Die Frage der Geschichte der Arbeiterbewegung (1974)
(Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit, Nr. 15 [1998], S. 15-68)
www.autonomieentwurf.de/fileadmin/Dokumente/Castoriadis_Frage.PDF

Die „Rationalität“ des Kapitalismus (1997)
(Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit, Nr. 16 [2001], S. 425-446)
www.autonomieentwurf.de/fileadmin/Dokumente/Castoriadis_Rationalit_t.PDF

mehr von andern über ihn und socialisme ou barbarie findste da
www.autonomieentwurf.de/index.php?id=26

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AGNOLI zur DEMOKRATISCHEN FRAGE (1980)

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[Schlussteil der Antwort zu einer Frage, die entsprechenden Inhalt betraf]

(Die Massen sind mobilisierbar, wenn sie wirklich über ihr alltägliches Schicksal entscheiden können)

Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass solche gesellschaftlichen Umstände von wachsender Apathie und produktiver oder politischer Indifferenz der breiten Masse begleitet wären. Im Gegenteil: die Empirie beweist: wenn breitere Massen die praktische Erfahrung machen, dass sie tatsächlich selbst über ihr Schicksal entscheiden können (nicht nur im historischen, sondern im banal-tagtäglichen Sinne des Wortes), tun sie dies auch mit wachsender Überzeugung. Alle Beispiele, die man anführt, um das umgekehrte zu beweisen, stützen sich auf Zustände, wo den Massen nur die Illusion des „plane-mit, entscheide-mit“ gelassen wird, die tatsächliche Machtausübung jedoch bei Staats- und Parteiinstanzen bleibt, auf welche die Massen überhaupt keinen unmittelbaren Einfluss ausüben können. Bestenfalls können sie nebensächliche Details verändern oder „mitentscheiden“. Dafür ist ihnen ihre Zeit jedoch zu kostbar. Und die Apathie und Indifferenz entspricht in diesem Zusammenhang einer durchaus realistischen, und ich würde sogar sagen, gesunden Klasseneinstellung: warum sollen wir uns anstrengen, wenn über die Ausrichtung und Verteilung der Ergebnisse dieser Anstrengungen sowieso andere an unserer Stelle entscheiden, und wir noch zusätzlich in Gefahr geraten, in eine Zwickmühle wachsender Anstrengungen mit immer geringerem Grenznutzen für die eigene Lebenszeit, für den wirklichen eigenen Lebensinhalt, verstrickt zu werden? (mehr…)

DDR Opposition

ddr opposition

ich möchte ihnen allen diesen vortrag des herrn graf nicht vorenthalten, der eine länge von 63 minuten aufweist und lasse ihnen auch die 68 minuten nachfragen und antworten zuteil werden.
mitzuteilen wäre noch, dass herr graf anfangs auf bestehende literatur zum thema eingeht und sich desweiteren chronologisch vorarbeitet, systematische gesichtspunkte allerdings nicht außer acht lässt. ein lohnenswerter vortrag erwartet sie, der bisher noch nie einer breiteren öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
herr graf ist redakteur der internationalen wissenschaftlichen korrespondenz zur geschichte der deutschen arbeiterbewegung (www.iwk-online.de).

download link: www.megaupload.com/?d=Z6RFZ3XJ

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In the Ghetto (1999)

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Chicago. Mein Hotel liegt an der Harrison-Street, dort, wo Chicagos Downtown in die sogenannten no-go-areas des 10. bis 12. Distrikts übergeht. Normalerweise steigen europäische Journalisten woanders ab. Der Laden ist heruntergekommen, überhitzt und stickig. Im Zimmer mit Blick auf die backstreets mit ihren Müllhalden und bizarren Feuerleitern wimmelt es von Kakerlaken. Es ist Nacht. Das Leben auf den Straßen kommt langsam zur Ruhe. Zeit, ein Taxi zu finden für die Fahrt in die Nachbarschaft, nach 100 South Racine zum Polizeirevier des 12. Distrikts. (mehr…)