Spotlight: Living Conditions #01

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Der Bau des Ryugyong Hotels mit seinen 105 Stockwerken begann 1987 im vom Kalten Krieg geprägten Nordkorea. Die Überzeugung, man könne (und müsse) zum Beispiel mit Südkorea und speziell dem Stamford Hotel in Singapur mithalten, war stärker als die Materialien, die zum Einsatz kamen. So konnte der Plan, es im Sommer 1989 zum allseits beliebten World Festival of Youth and Students zu eröffnen, nicht umgesetzt werden. 1992 wurde die kühne Vision vorerst vollkommen eingestampft. Das Gerüst blieb stehen, doch ist es nicht dieser Stahlbeton, der die gewaltigen Kosten tragen muss, die japanische Zeitungen auf 750 Millionen Dollar schätzten. Solltet ihr 300 Millionen in eurem Sparschwein horten, so investiert sie in diese Ruine, damit sie vielleicht doch noch irgendwann eine einsturzsichere Struktur bekommt. Und helft der armen Regierung, die sich nicht besser aus dem selbst geschaufelten Graben zu hieven weiß, als mit einem neuen 5-Sterne Hotel, das sie mittlerweile woanders aus dem Boden stampfen lässt.